Ein Leck, das sich nicht zeigt – kein Wasserfleck, keine Feuchtigkeitsspur an der Oberfläche. Und dennoch sinkt der Druck, steigt der Verbrauch oder bildet sich irgendwo Schimmel. Thermografie macht das Unsichtbare sichtbar: Wärmebildkameras erfassen, was das menschliche Auge nicht sehen kann.

Was ist Thermografie?

Thermografie, auch Infrarotmessung oder Wärmebildaufnahme genannt, ist ein berührungsloses Messverfahren, das Wärmestrahlung von Oberflächen erfasst und in ein farbiges Bild umwandelt. Warme Bereiche erscheinen in Gelb, Orange oder Rot; kühle in Blau und Lila. Selbst kleine Temperaturunterschiede von wenigen Zehntelgrad werden sichtbar gemacht.

Wie findet Thermografie Lecks in Gebäuden?

Fußbodenheizungen

Bei undichten Fußbodenheizungsrohren tritt warmes Wasser aus und verändert die Temperaturverteilung auf dem Boden. Eine Wärmebildkamera erkennt diese Anomalien als hellen Fleck auf dem Bodenbild – ohne Bodeneröffnung. Das Leck kann millimetergenau markiert werden.

Heizungs- und Warmwasserleitungen

Verlaufen Heizungsrohre in der Wand, zeigt die Thermografie den Rohrverlauf als warme Linie. Bereiche, an denen Wärme diffus austritt oder sich ansammelt, deuten auf ein Leck hin.

Feuchtigkeit in Wänden und Decken

Feuchte Baustoffe haben eine andere Wärmekapazität als trockene. Sie speichern Wärme anders und erscheinen auf dem Wärmebild als auffällige Kalt- oder Warmzone. Das macht selbst kleiner eingedrungene Feuchtigkeit sichtbar.

Flachdächer und Terrassen

Eindringende Feuchtigkeit unter der Dachbahn speichert tagsüber Sonnenwärme länger als trockene Bereiche. Bei einer nächtlichen Thermografie-Aufnahme erscheinen feuchte Stellen als wärmere Zonen auf dem Dachbild. So lassen sich undichte Stellen auf Flachdächern lokalisieren, ohne ein einziges Bohrloch zu setzen.

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Wärmebrücken erkennen

Neben Lecks zeigt die Thermografie auch Wärmebrücken – Stellen, an denen Gebäudewärme besonders stark nach außen abfließt. Das sind häufig schlecht gedämmte Ecken, fehlerhafte Fensteranschlüsse oder Betonteile, die durch die Außenwand laufen. Wärmebrücken begünstigen Kondensation und Schimmel.

Wann ist die beste Zeit für eine Gebäude-Thermografie?

Die ideale Bedingung: eine Temperaturdifferenz von mindestens 10–15 Grad zwischen innen und außen. Deshalb wird Gebäudethermografie oft in den Wintermonaten durchgeführt. Für interne Leckortung (Fußbodenheizung, Rohrleitungen) sind Sommer- und Wintermonate gleichermaßen geeignet, solange das System aktiv ist.

Vorteile der Thermografie gegenüber anderen Methoden

  • Zerstörungsfrei: Kein Aufbrechen, kein Bohren, kein Öffnen
  • Schnell: Ein ganzer Raum oder eine Fassade in Minuten erfasst
  • Dokumentierbar: Bilder und Wärmekarten lassen sich direkt der Versicherung vorlegen
  • Kombinierbar: Ergänzt ideal andere Verfahren wie Tracer-Gas oder Druckprüfung

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FAQ: Thermografie Gebäude

Ist Thermografie auch ohne aktive Leckage sinnvoll?

Ja – zur Gebäudeinspektion, zur Überprüfung der Dämmung und zur Vorbeugung von Schäden ist sie sehr nützlich.

Was kostet eine Gebäude-Thermografie?

Je nach Umfang zwischen 100 und 500 Euro. Im Rahmen einer Leckortung sind die Kosten oft von der Versicherung gedeckt.

Kann ich selbst eine Wärmebildkamera kaufen?

Günstige Geräte sind verfügbar, aber für präzise Leckortung reicht Hobbyausrüstung oft nicht aus. Professionelle Kameras haben eine deutlich höhere Auflösung und werden von erfahrenen Technikern ausgewertet.

Wie genau ist die Thermografie?

Mit professionellem Equipment lassen sich Leckstellen auf wenige Zentimeter genau orten.

Muss die Heizung laufen, damit die Thermografie funktioniert?

Für die Ortung von Heizungslecks: ja. Für Feuchtigkeitsdetektion und Wärmebrücken ist das Temperaturdifferenz zwischen innen/außen entscheidend.

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